DELF/DALF

DELF/DALF oder Damit Europa Leichter Fällt

Unter diesem Motto haben 1998 erstmalig Schülerinnen und Schüler unserer Schule eine DELF-Prüfung abgelegt. Seit Mai 1999 finden die schriftlichen Prüfungen und die Überprüfung des Hörverstehens für unsere Prüflinge in der KLS statt. Lediglich für das Prüfungsgespräch mit einer französischen Jury gehen sie zum Institut Français.

Jedes Jahr steigen neue Schülerinnen und Schüler in die Zertifikatsprüfungen ein, meist mit A2. Es zeigt sich, dass - wer einmal teilgenommen hat -, die Prüfungen auch auf dem höheren Niveau angeht. Zu jedem Prüfungstermin gibt es in der KLS in aller Regel Lernende, die sich zu A2 oder B1 oder B2 angemeldet haben.

Die Vorbereitung erfolgt von Anfang an integriert in den Französischunterricht. Durch die Arbeit mit dem neuen Lehrwerk werden kontinuierlich die sprachlichen Fertigkeiten geschult, die  für die Prüfungen wesentlich sind. Zusätzlich bietet die Schule derzeit Arbeitsgemeinschaften an, in welchen die Vorbereitung zusätzlich konzentriert wird.

Ein Teilnehmer berichtet:

Frühling 2012 – Prüfungstag. Aufregung ja, aber auch Entgegenblicken, es nicht erwarten können. Es sind nicht die gleichen Gefühle wie vor einer Klausur, die mich in den Minuten vor dem letzten Hindernis zum Ziel begleiten: der mündlichen DELF-Prüfung. Obwohl viel Vorbereitung, etwas Geld und auch äußere Erwartungen Druck ausüben sollten. Doch es wäre auch keine Schande, nicht zu bestehen und ich weiß, dass ich wahrscheinlich durch Freude in der Prüfung viel mehr erreichen kann, als mit Verklemmtheit und Unsicherheit. Doch wie und warum kam es dazu?

Das Diplôme d´Etudes de Langue Française ist ein international anerkanntes Zertifikat in Französisch. Beweggründe für die Teilnahme an der Prüfung waren für mich vor allem, dass ich bereits seit 6 Jahren Französisch gelernt habe und ich dafür eine Bestätigung wollte. Natürlich ist es auch praktisch, wenn man in Frankreich, Kanada oder anderen frankophonen Ländern studieren möchte. Z. B. sind Inhaber des DELF-Niveaus B2 beim Eintritt in eine französische Universität von der Sprachprüfung offiziell befreit.

Was meine Entscheidung ebenfalls erleichterte, war die Vorbereitung und der relativ geringe Aufwand, um solch ein begehrenswertes Zertifikat zu erhalten. Gekostet hat es mich neben der Teilnahmegebühr nur eine Mittagsstunde weniger in der Woche. Allgemein vorbereitet, unterrichtet, bis zur Prüfung begleitet und absolut mitverantwortlich für diesen Erfolg ist Frau Blum, der ich dafür sehr dankbar bin. Da man ausschließlich seinen eigenen Vorsätzen verpflichtet ist, ist man für den Fortschritt selbst verantwortlich. So ist man komplett frei, was die Gestaltung des Aufwands bzw. der „Hausaufgaben“ angeht. Die meist enorm geringe Teilnehmerzahl der Kurse garantiert eine genaue Berücksichtigung individueller Schwerpunkte. Und eine Menge Spaß!

Das Niveau B2 wählte ich deshalb aus, weil es noch im Bereich meiner Möglichkeiten lag und gleichzeitig am meisten Anerkennung findet. Es gibt sechs Schwierigkeitseinheiten, angefangen über A1, A2, dann B1, B2 und C1, C2. Meiner Meinung nach ist B2 gut zu schaffen, wenn man in der 11. Stufe „gut“ in Französisch ist. Allerdings muss man dann auch ein wenig dafür tun. Wer gerne lieber erst einmal testen möchte, wie die gesamte Prüfung so abläuft, sollte am besten bei A2 oder B1 starten, je nach Unterrichtsjahren.

Die Prüfung besteht aus vier verschiedenen Teilen: 1. Hörverstehen, 2. Textverstehen, 3. Textproduktion und 4. Sprachproduktion (mündliche Prüfung). Ich persönlich (wie vermutlich auch die meisten anderen) fand das Hörverstehen dabei am Schwierigsten, da z.T. recht undeutlich und schnell gesprochen wurde. Aber mit der richtigen Vorbereitung und ein bisschen Glück beim anschließenden Multiple Choice ist auch das zu schaffen! Nett fand ich dagegen die Diskussion mit der Jury. Die Prüferin schien eine echte, vornehme (alte) französische Dame zu sein, die ihre bedachten Worte schön deutlich und verständlich aussprach und mit der ich übereinstimmend über facebook diskutieren durfte. Prüfungsangst hatte ich also bei keinem der Teile.

Aber macht eure eigene Erfahrung. Überwindet euren Unmut und eure Unsicherheit und geht zumindest zu einem Treffen der DELF-AG, es lohnt sich bestimmt – was gibt’s schon zu verlieren?!

Vincent Krein (Abi 2013)

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