Vive l’amitié franco-allemande

Vive l’amitié franco-allemande

Auch dieses Jahr war unser Frankreich-Austausch mit dem Collège Simone Veil in Cappelle-en-Pévèle nahe Lille wieder ein voller Erfolg. Vom 19.-23. März beherbergten unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 je eine/n französische/n Austauschpartner/in, mit dem/der sie vorab bereits schriftlich ein wenig Kontakt hatten, um sich etwas kennenzulernen. Die Franzosen, die ihrerseits aus einer sehr ländlichen Gegend in Nordfrankreich kommen, waren natürlich beeindruckt von dem Großstadtflair in Köln. Viele unserer Kinder berichteten, dass bereits das Fahren mit der KVB von ihren Partnern als aufregend empfunden wurde. Viele deutsche Familien haben tolle Aktivitäten in Kleingruppen für die Nachmittage und Abende organisiert, vormittags haben die Franzosen zuerst zwei Stunden Unterricht mitgemacht und haben dann mit ihren beiden Lehrerinnen Mme Thibaut und Mme Gallet Köln zu Fuß erkundet, was sich durch die günstige Innenstadtlage unserer Schule ja anbot. Ein gemeinsames Highlight mit allen deutschen und französischen Austauschpartnern war der Besuch des Odysseums an einem Vormittag.

Als unsere Schülerinnen und Schüler dann am 4. Juni mit ihren beiden Lehrerinnen Frau Linden und Frau Steinbuß zum Gegenbesuch in Cappelle-en-Pévèle ankamen, leuchtete ihnen einiges ein, z.B., warum die Franzosen das Fahren mit der KVB schon aufregend fanden oder warum Frau Steinbuß in schallendes Gelächter ausgebrochen ist, als vor der Fahrt gefragt wurde, ob man denn in Cappelle auch mal alleine ein bisschen in die Stadt gehen könne, so wie die Franzosen das bei uns auch durften. Andere Länder, andere Sitten… und andere Infrastruktur! Aber nichtsdestotrotz haben wir in Frankreich ganz viel gemeinsam unternommen, viel gesehen und sehr viel Spaß gehabt. Wir haben das Musée de la chicorée in Orchies besichtigt, bei herrlichstem Wetter eine Wanderung zu einer Windmühle gemacht und dort am Ziel angekommen eine Führung erhalten. An einem Tag sind wir gemeinsam mit dem Bus nach Lille gefahren, wo wir eine Rallye durch die Stadt gemacht haben und am Ende noch etwas Zeit für das große Einkaufszentrum Euralille hatten.

Insgesamt bleibt als Eindruck zurück, dass Austausch sich lohnt, und dabei steht noch nicht einmal der fremdsprachliche Zugewinn an vorderster Stelle. Den hatte natürlich jedes Kind in ganz hohem Maße, aber beim Austausch geht es um mehr: Man lebt in einer anderen Familie, lernt andere Gewohnheiten, Wohnsituationen, Umstände und eine ganz andere Esskultur kennen. Aber das Schönste ist eigentlich, dass man lernt, in einem fremden Umfeld für ein paar Tage klarzukommen und das Beste daraus für sich mitzunehmen. Die vielen traurigen Gesichter und nicht enden wollenden Umarmungen beim Abschied, als wir am 8. Juni wieder in den Bus zurück nach Köln steigen mussten, sprachen für sich.

P.S. Die Daten für den Austausch im kommenden Schuljahr stehen schon fest. Beide Seiten sind natürlich daran interessiert, diesen tollen Austausch fortzuführen.

Stb

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