Theaterbesuch der Jahrgangsstufe 9

Theaterbesuch der Jahrgangsstufe 9

Am 3. Dezember 2019 unternahmen die Jahrgangsstufe 9 eine Exkursion ins Horizont-Theater am Eigelstein. Wir sahen uns das Theaterstück ,,Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt an. Das Drama thematisiert Käuflichkeit und Bestechung von Menschen am Beispiel einer Kleinstadt namens Güllen. 

In dem Drama kommt eine reiche, alte Dame in ein inzwischen verwahrlostes Städtchen. Die verarmten Einwohner freuen sich, da sie hoffen von dem vielen Geld zu profitieren. Tatsächlich unterbreitet Claire Zachanassian den Güllenern ein Angebot: Die Stadt soll eine Milliarde erhalten, wenn jemand Alfred Ill, einen beliebten Bürger Güllens, tötet, der vor Jahrzehnten die Vaterschaft an seinem und Claires Kind geleugnet hat. Durch bestochene Zeugen hat er sie vor Gericht als unsittlich dargestellt. Sie hat schwanger und ohne jeglichen Besitz die Stadt verlassen müssen.

Die Kleinstadt lehnt das Angebot zuerst erschrocken ab. Jedoch muss Alfred Ill schon bald erkennen, dass alle mit seinem Tod spekulieren, da sie sich verschulden, auch wenn niemand selbst der Mörder Ills sein möchte. Das Drama endet mit der Annahme von Claires Angebot, also Ills Verurteilung und seiner Ermordung, die durch alle Güllener kollektiv geschieht. 

Durch die ausführlichen Besprechungen und Analysen des Dramas fand ich es einen gelungenen Abschluss der Unterrichtsreihe, das Theaterstück auf der Bühne und somit eine mögliche Umsetzung des Dramas zu sehen. Durch das Schauspiel wurden unsere Interpretationsaspekte noch einmal zusammenfassend gezeigt und eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Das Theater war sehr klein, sodass die Schauspieler dem Publikum sehr nah waren. Das sorgte dafür, dass alles noch sehr viel realer wirkte. Die Bürger Güllens wurden durch nur sechs Schauspieler dargestellt. Dadurch hat eine Person mehrere Rollen gespielt. Dies war ein wenig verwirrend, hatte aber gleichzeitig den Effekt, dass die nicht vorhandenen Individualität der Stadtbewohner zum Ausdruck gebracht wurde.

Die Kostüme der Bürger haben sich während des Stücks verändert, um den steigenden Wohlstand der Stadt zu zeigen. Das Bühnenbild wurde dezent gehalten. Es glich einem Spinnennetz, welches vielleicht die ausweglose Situation der Einwohner Güllens symbolisieren soll. Außerdem stand Claire Zachanassian oft in der Mitte der Bühne, also auch in der Mitte des Spinnennetzes, und wirkte wie ein Spinne, die auf ihre Beute wartet. Dadurch, dass alles minimalistisch gehalten wurde, achtete man mehr auf das Geschehen. Somit ist die Intention einiger symbolischer Merkmale besser zum Vorschein gekommen, wie z.B. die Masken, die die Güllener getragen haben, um ihr kollektives Agieren und ihre Bedrohlichkeit zu unterstreichen.

Durch den Ton und besonders durchs Licht wurde dem Stück noch mehr Realität verliehen. Das Licht sorgte für mehrere eindrucksvolle Bilder, so zum Beispiel das Endbild: Das Licht wurde immer dunkler, bis man nur noch die weißen Spinnfäden des Spinnennetzes sah und zuletzt Claire Zachanassian.

Die schauspielerische Leistung fand ich sehr gut. Was mir besonders positiv auffiel war, wie jeder Schauspieler auf seine Rolle eingegangen ist und auf jedes Detail geachtet hat.

Auch wenn ich viele Abweichungen der Inszenierung gut und kreativ fand, missfiel mir, dass Claire Zachanassian im Theaterstück nicht rothaarig sondern als blond beschrieben wurde. Mir war diese Haarfarbe wichtig, da durch sie Ills Kosenamen entstanden waren. 

Insgesamt mochte ich das Theaterstück, denn es war eine gelungene Umsetzung und mitreißend inszeniert. Aus diesem Grund würde ich es weiterempfehlen. (Lucia, 9a)

 

Am 3.12.2019 haben wir das Horizont Theater besucht. Dort haben wir uns das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ angesehen, welches von Friedrich Dürrenmatt verfasst wurde. Zuvor hatten wir im Unterricht das Drama gelesen, welches von einer alten Dame handelt, die nach vielen Jahren in ihre Heimatstadt Güllen zurückkehrt. Dort will sie sich an ihrer Jugendliebe namens Alfred Ill rächen, der sie in ihrer Jugend alleine ließ, während sie schwanger war. Er bestach außerdem zwei Männer zu Falschaussagen. Dies hatte gravierende und schreckliche Folgen für ihr Leben. Die alte Dame namens Claire Zachanassian, welche mittlerweile eine Milliardärin ist, bietet eine Milliarde Dollar für Ills Tod. Die Stadt Güllen und ihre Bewohner brauchen das Geld dringend. Am Ende des Dramas wird Ill von den Güllenern, die als Kollektiv handeln, getötet.

Meiner Meinung nach ist das Theaterstück insgesamt sehr gelungen, wobei es noch ein paar Details gibt, welche man verbessern könnte. An der schauspielerischen Leistung gab es nichts auszusetzen. Die Schauspieler hatten Elan und haben ihre Rollen äußerst überzeugend verkörpert. Mir hat besonders gefallen, dass es, anders als in dem Drama, zwei weibliche Figuren (und natürlich Claire) gab. Dies war der heutigen Zeit gut angepasst. Da es insgesamt nur sieben Schauspieler gab, fielen leider einige, in meinen Augen wichtige, Rollen weg, wie zum Beispiel die Pressemänner oder die merkwürdigen Figuren Koby und Loby sowie Roby und Toby. Jedoch waren die interessantesten Rollen vorhanden. Sowohl die Anzahl der Schauspieler als auch die Gestaltung des Bühnenbildes wurden hier sehr minimalistisch gehalten, was in meinen Augen eher positiv war, da man sich dadurch nur auf das Wesentliche konzentriert hat. Das Bühnenbild hat sich zu keiner Zeit geändert, es war immer eine schwarze Bühne mit einem großen, weißen Spinnennetz zu sehen. Hier kann man Claire Zachanassian als die Spinne interpretieren, welche die Güllener in ihrem Netz gefangen hat. Sie muss nichts tun, bloß warten, bis einer der Güllener (oder eben alle zusammen) Ill umbringt. Die Requisiten wurden auch relativ knapp gehalten, jedoch waren sie alle sehr aussagekräftig. Hier gab es zum Beispiel die Sonnenbrillen, die darstellen könnten, dass die Güllener ihre Augen vor dem verschließen, was mit ihnen passiert und dass sie manipuliert werden. Außerdem wurden die anfangs grauen Hemden der Güllener nach Claires Ankunft durch rote ausgewechselt, dieses Rot könnte für Blut stehen, und das Blut wiederum auf den Tod deuten. Mir hat besonders gefallen, dass der Schauspieler des Ill auch den schwarzen Panther gespielt hat. Da Ill von Claire früher „schwarzer Panther“ genannt wurde,  passte diese doppelte Rolle. Der Panther wurde im Laufe des Theaterstücks getötet, genau wie Ill. Man hätte in der Tötungsszene alles noch etwas dramatischer und düsterer darstellen können. Zum Beispiel, indem man das Licht mehr gedämmt hätte, oder die Güllener sich wirklich so um Ill gestellt hätten, dass man nichts mehr hätte von ihm sehen können. Zusammengefasst möchte ich sagen, dass mir das Theaterstück sehr gut gefallen hat und ich es definitiv empfehlen kann. (Gesine, 9a)

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