Theaterbesuch "Der Besuch der alten Dame"

Theaterbesuch "Der Besuch der alten Dame"

Am 27. November 2018 haben wir, die Klasse 9a zusammen mit der Klasse 9b eine Inszenierung des berühmten Theaterstücks „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt im Horizonttheater (Eigelsteinviertel) angesehen. In dem Drama ist die Bestechlichkeit eines verarmten Dorfes namens Güllen, das den Tod eines angesehenen Bürgers für eine Milliarde Euro in Kauf nimmt, das Thema.

Eine frühere Güllenerin namens Claire Zachanassian, mittlerweile eine Milliardärin, kehrt ihn ihre Heimat zurück. Dort wird sie von den Güllenern freudig in Empfang genommen, da diese sich erhoffen, von ihr finanziell unterstützt zu werden. Tatsächlich bietet sie der Stadt eine Milliarde, aber nur unter einer Bedingung. Ihr Jugendfreund Alfred Ill, der vor vierzig Jahren geleugnet hatte, Vater ihres Kindes zu sein, soll getötet werden. Vorerst lehnt der Bürgermeister den Antrag ab, denn alle stehen zu Ill, der bald zum neuen Bürgermeister gewählt werden soll. Doch da die Verlockung auf eine Milliarde Euro zu hoch ist, verschulden sich die Güllener in der Hoffnung, irgendein anderer als sie jeweils selbst, tötet Ill. Ill merkt, dass sie ihn hintergehen, und versucht zu fliehen. Als dies scheitert, zieht er sich in seine Wohnung zurück, um nachzudenken. Schließlich bekennt Ill seine Schuld und ist bereit zu sterben, aber nur wenn die Güllener ihn töten und nicht durch Selbstmord, wie der Bürgermeister es ihm vermittelt. So wird Ill in einer Gasse aus Güllenern getötet und Güllen erhält die Milliarde von Claire Zachanassian.

Wir hatten das Drama in unserer zweiten Unterrichtsreihe im Fach Deutsch durchgenommen. Dort beschäftigten wir uns mit der Analyse und Interpretation von Szenen, aber auch mit der kreativen Erfindung von neuen Szenen im Rahmen des Dramas. Der Theaterbesuch diente als Einblick in die Umsetzung des Dramas und als finale Vorbereitung für die Klassenarbeit. Eine kleine, aber eingängige Inszenierung des Theaterstückes gab uns Einblicke in die Welt hinter den geschriebenen Zeilen der Buchfassung – aber nur in Maßen. Weil das Horizonttheater eher klein ist, wurden nicht so viele Schauspieler für die Aufführung eingesetzt. So gab es viele Doppelbesetzungen, andere Rollen wurden einfach weggelassen. Dies konnte einen ziemlich verwirren und reduzierte die Welt des Theaterstückes stark. Viele Szenen waren unserer Meinung nach ausdruckslos dahergespielt. Andere Szenen fehlten einfach. Beeindruckend waren dagegen das Bühnenbild mit dem Spinnennetz (eine Metapher für die Verlockung des Geldes, die die Güllener „fängt“) und die durch Lautsprecher eingespielte(n) Geräusche, bzw. Musik. Insgesamt war es eine interessante Erfahrung, doch möchte ich mir auf jeden Fall noch eine Inszenierung des Theaterstückes „Der Besuch der alten Dame“ ansehen, da ich mit dieser nicht zufrieden war. (Jakob, 9a)

Am 27. November 2018 waren wir, die Klasse 9a, im Horizont-Theater am Eigelstein. Wir waren mit der Parallelklasse 9b und den beiden Deutschlehrerinnen Frau Aston und Frau Steffens dort. Wir haben uns das Theaterstück „ Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, bei dem Reinar Ottman Regie geführt hat, angeguckt, da wir das Drama im Deutschunterricht behandelt haben.

In dem Drama geht es darum, dass eine alte Dame als Milliardärin in ihr Heimatdorf Güllen zurückkehrt. Da Alfred Ill, ihre Jugendliebe, vor vielen Jahren, als sie schwanger wurde, Zeugen bestach, um nicht als Vater ihres noch ungeborenen Kindes identifiziert werden zu können, bietet sie dem Dorf eine Milliarde für seinen Tod. Anfangs schlagen die Bewohner das Angebot aus, doch nach der alles entscheidenden Gemeindeversammlung bringen die Güllener Ill um.

Um vor der Klassenarbeit zu sehen, wie eine mögliche Inszenierung dieses Dramas aussieht, sind wir in das relativ kleine Theater gegangen. In den Saal haben etwa 90 Personen gepasst. Das Stück wurde von 6 Schauspielern gespielt. Es wurde viel mit Licht und Ton gearbeitet, was in dem abgedunkelten Raum sehr gut funktioniert hat. Es wurden viele stilistische Mittel gut ins Theater eingebracht, wie zum Beispiel das Reden im Chor der Güllener. Jedoch wurden viele wichtige Szenen entweder ausgelassen, wahrscheinlich um das Theaterstück auf 80 Minuten zu kürzen oder meiner Meinung nach schlecht inszeniert. Im Großen und Ganzen war die schauspielerische Leistung gut, aber mit kleinen Mängeln. Der einzige Schauspieler, der meiner Meinung und der vieler meiner Klassenkameraden nach makellos gespielt hat, war der Polizist, der auch die Rollen des Bahnhofvorstands, des Turners und des Butlers der alten Dame übernommen hat. Das liegt daran, dass er am meisten in seinen Rollen aufgegangen ist. Er hat sehr gut dargestellt, wie die Bewohner in den Bann der alten Dame fallen und nicht mehr Herr ihrere selbst sind. Was mich enttäuscht hat, war, dass sehr viel von dem Original abgewichen wurde, wie zum Beispiel die Haare der alten Dame, die im Theaterstück blond sind, im Buch jedoch sehr deutlich als rot beschrieben werden. Sie sind auch der Grund für Spitznamen, die Ill ihr gibt, wie Wildkätzchen und Zauberhexchen, welche im Theater kaum Sinn gemacht haben. Ich war enttäuscht, da ich mir erhofft hatte in der Klassenarbeit auf die Liveerfahrung zurückgreifen zu können, jedoch konnte ich das nicht. Durch das Fehlen einiger wichtiger Szenen konnte ich mir nicht richtig vorstellen, wie die Charaktereigenschaften der Figuren sind.

Insgesamt habe ich den Theaterbesuch genossen und ich fand das Stück lustig, jedoch hat er mir nicht viel dafür gebracht das Drama besser zu verstehen und es mir vorstellen zu können, weswegen ich eigentlich mit guter Einstellung ins Theater gegangen bin. (Lucas, 9a)

 

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