Im Juni: Studienfahrt mit Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs 2019 nach Krakau und Auschwitz

Im Juni: Studienfahrt mit Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs 2019 nach Krakau und Auschwitz

Wie schon im Jahr zuvor haben sich Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs auf eine Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz begeben. Zuvor hatten sich in der Sekundarstufe II fast alle Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe in ihren Kursen auf unterschiedliche Weise mit der NS-Diktatur und dem Holocaust auseinandergesetzt: die regulären Grund- und Leistungskurse in einem umfassenden Zugriff, der Zusatzkurs mit Spezialuntersuchungen zu den Täterprofilen, der Projektkurs mit der Erforschung von Lebensschicksalen ehemaliger jüdischer Schülerinnen der KLS. Die Begegnung mit dem Holocaust vor Ort in Polen aber vermag der Beschäftigung mit diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte eine besondere Note zu geben.

So war diese Fahrt für alle geöffnet, ausschlaggebend war nur das persönliche Interesse – und 15 Schüler und Schülerinnen haben sich dann motiviert auf den Weg gemacht, das theoretisch Erarbeitete durch persönliche Eindrücke vor Ort zu ergänzen.

Im Zentrum der Studienfahrt stand natürlich der Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau nicht weit von Krakau entfernt. Ein bewegender mehrstündiger geführter Rundgang durch die Stätte des Grauens ermöglichte einen Einblick in die alltäglichen verbrecherischen Abläufe im Stammlager oder im Lager Birkenau und forderte die Schüler und Schülerinnen heraus, sich dem Holocaust nicht nur intellektuell, sondern auch emotional zu stellen.

Ergänzt wurde der Ausflug in die NS-Vergangenheit in und um Krakau durch den Besuch des Oskar-Schindler-Museums. Dieses Museum dokumentiert die Okkupation Krakaus durch die deutsche Wehrmacht und SS und zeigt u.a. das Schicksal der Krakauer Juden in diesen Jahren, aber auch am Beispiel Oskar Schindlers, der über tausend Juden und Jüdinnen das Leben rettete, das selbstlose Bemühen, dem Nazi-Terror entgegenzuwirken.

Darüber hinaus bietet die Stadt Krakau selbst einen Einblick in die Geschichte einer bedeutenden europäischen Metropole. Fast unzerstört durch die Jahrhunderte hat die Stadt die Schüler und Schülerinnen zu einer Begegnung mit europäische Kultur und Geschichte aufgefordert, sei es bei einem Besuch der mittelalterlichen Altstadt mit Kirchen und Universität, der Burg und der Kathedrale oder des alten jüdischen Viertels mit den vielen erhaltenen Synagogen.

Am Ende dieser erlebnisreichen Fahrt stand für alle Teilnehmer fest: Studieren wir aufmerksam die Geschichte, denn nur so können wir Orientierungsmargen finden, die uns helfen, eine friedliche und gerechte Zukunft zu gestalten!

Rolf Stiegel

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