Einmal China und zurück

Einmal China und zurück

In den Herbstferien hatte ich das Glück, gemeinsam mit 47 weiteren Sängern des Kölner Domchores im Alter zwischen 11 und 24 Jahren und 6 Begleiterinnen und Begleitern eine Konzertreise nach China machen zu dürfen.

Am 10.10.2019 starteten wir unsere große Reise vom Flughafen Köln/Bonn über München nach Peking(Beijing), wo wir insgesamt sechs Nächte verbrachten. Neben drei Konzerten dort hatten wir auch die Möglichkeit, die Chinesische Mauer sowie die Verbotene Stadt mit ihren beeindruckenden Tempeln, Palästen und Gärten zu besuchen.  Außerdem konnten wir durch Besuche einen Einblick in den dortigen Schullalltag bekommen, einerseits in einer typisch chinesischen Schule und andererseits in der deutschen Botschaftsschule. Gegessen haben wir meistens in typisch chinesischen Restaurants, in denen wir alle gemeinsam an großen runden Tischen saßen. Auf jedem Tisch stand eine große Drehplatte, auf der viele verschiedene Gerichte serviert wurden, die man ausschließlich mit Stäbchen essen konnte -oder mit den Händen. Auch wussten wir nicht immer so genau, was wir gerade aßen (war es nun Ente, Schwein oder doch Hund?)

Zur großen Freude unserer Eltern stellte einer unserer Betreuer täglich Berichte und Fotos auf Instagram und Facebook, so dass sie täglich kontrollieren konnten, ob wir auch regelmäßig frische Klamotten angezogen hatten...

Am 17.10.19 reisten wir weiter nach Qingdao. Die Fahrt mit dem Schnellzug dauerte circa 4 Stunden. Hier verbrachten wir zwei Nächte im 16. Stock unseres Hotels und gaben natürlich auch wieder ein Konzert.  Am nächsten Tag flogen wir mit einer chinesischen Airline nach Changsha - mit mehr als 7 Millionen Einwohnern für unsere Verhältnisse eine riesige Stadt. Nach dem dortigen Konzert wollten wir eigentlich nur ein Gruppenfoto machen, aber der Andrang der Konzertbesucherinnen und –besucher war so groß, dass zuerst noch  einige Fotos mit ihnen gemacht und Autogramme verteilt werden mussten. Letztendlich haben wir es dann doch noch geschafft, unsere Gruppenfotos zu schießen. Am nächsten Tag ging es mit dem Schnellzug weiter nach Foshan. Dort wohnten wir in einem 55-stöckigen Hotel mit einem wahnsinnigen Ausblick! 

Als Gegenprogramm zu den Betonwüsten der riesengroßen Städte unternahmen wir einen Ausflug nach Sihui, einer kleinen Stadt in Südchina. Dort besuchten wir einen bedeutenden buddhistischen Tempel. Am nächsten Tag hatten wir Zeit zum Shoppen in einer der riesigen Malls. Außerdem haben wir den Liang Garden besucht, eine Gartenanlage aus der Qing-Dynastie (1796).

Nach einer weiteren Nacht über dem Smog von China im 42. Stock ging es früh morgens für alle 54 Mitreisenden mit der U-Bahn durch die Rush-hour nach Guangzhouz zum Canton-Tower, dem dritthöchsten Gebäude der Welt. Unglaublich, wie filigran es mit seinen vielen silbernen Streben wirkte. Mit dem gläsernen Aufzug im Inneren fuhr man in unter zwei Minuten 500 Meter hoch! Von Foshan ging es noch nach Shenzhen. Dort gaben wir unser letztes Konzert der Reise, bevor wir dann am 26.10.2019 von Hongkong aus zurück nach Köln geflogen sind.

Am meisten beindruckt hat mich die Größe – die Größe des Landes, der Städte, der historischen sowie der modernen Gebäude, die vielen verschiedenen Geschmäcke und Gerüche. Und die Beobachtung, dass die meisten Chinesen ihr Handy anscheinend nie aus der Hand legen – auch nicht in unseren Konzerten…

Leo, 7b

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