Auf Zeitreise mit Frank Maria Reifenberg

Auf Zeitreise mit Frank Maria Reifenberg

Schnell, bequem und vornehm von Köln nach Berlin reisen um 1920? Wie war das möglich? Kutschen, Busse, Eisenbahnen, Automobile – ja, das gab es alles, aber richtig schnell und vornehm? Das ging früher mit dem Zeppelin! Das große Luftschiff bot genug Platz für alle, selbst für drei Klassen, und luxuriös und schnell war die Fahrt auch.

Und so reisen unsere 90 Fünftklässler am Donnerstag also in Gedanken und Worten mit dem Kölner Autor Frank Maria Reifenberg per Zeppelin nach Berlin, dem Berlin von früher. Dort gelandet lernen sie auf sehr unterhaltsame Weise die Schattenbande kennen, vier Kinder, die ganz auf sich gestellt sind. Klara, Otto, Paule und Lina sind gemeinsam aus einem Waisenheim geflohen und hausen nun in einer alten Schreinerei, in die man nur durch ein Fenster hineinklettern kann und leben von dem, was sie kriegen können.

Klar, dass es dabei nicht immer ganz vornehm und vor allem nicht ganz ungefährlich zugeht. Als die feine Dame, deren Geldbörse Klara sich mit spitzen Fingern schnappen will, sich als der gefürchtete Wachtmeister entpuppt und Otto sich plötzlich neben einer Toten wiederfindet, da wird die Lage für die Schattenbande brenzlig. Der Autor Reifenberg versteht es perfekt, Spannung zu erzeugen und seine Zuhörer in den Bann der Geschichte zu ziehen. Als sich Otto neben der sterbenden Frau hinkniet, um zu hören, was sie ihm zuraunen will, ist es mucksmäuschenstill im PZ. Und da ist es, ihr letztes Wort: „Soljanka“. Wird es der schlauen Schattenbande helfen, aus dem Schlamassel wieder heraus zu kommen? Denn erst einmal sieht es arg düster aus für Otto…

Zum Glück sind auch unsere Fünftklässler eine clevere Bande: „Das muss gut für die Kinder ausgehen“, wissen sie, „es gibt ja schon fünf Bände von der Schattenbande!“ Autor Frank Reifenberg stimmt ihnen lachend zu. Gut gelaunt beantwortet der Schriftsteller abschließend die Fragen der Schülerinnen und Schüler, die ihn dann mit einem kräftigen Applaus, der bis nach Berlin schallt, verabschieden.

Ein herzlicher Dank an Herrn Reifenberg für die anregende Lesung und dem Förderverein dafür, dass er diese ermöglicht hat!

P.S. „Die Schattenbande legt los“ ist der erste Band einer spannenden Detektiv-Reihe, die auch bei uns in der Schülerbücherei entliehen werden kann. Das gilt auch für die Reihe „Ocean City“, die Reifenberg zusammen mit einem Kollegen verfasst hat und von der inzwischen schon drei Bände vorliegen. An etwas ältere Leserinnen und Leser richtet sich Reifenbergs neustes Buch „Wo die Freiheit wächst“, ein Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten. Frank Maria Reifenberg stellte es am selben Abend im Kölner EL-DE-Haus vor.

 

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