Planspiel EU und Brüsselfahrt des SWE-Kurses Q2

Planspiel EU und Brüsselfahrt des SWE-Kurses Q2

„Aber wenn Straßburg der Sitz des Europäischen Parlamentes ist, warum fahren wir denn dann nach Brüssel?“, wunderte sich plötzlich eine Schülerin. Die Europäische Union ist komplex und je mehr man sich mit ihrer Geschichte, ihren Institutionen und ihrer Mehrebenenstruktur auskennt, umso komplexer wird sie. Das konnte der Sozialwissenschaften-Englisch-GK der Q2 am eigenen Leib erfahren: An zweieinhalb Tagen setzte sich der Kurs intensiv mit der Europäischen Union auseinander.


Höhepunkt war zum einen ein Planspiel, bei dem es darum ging, in verschiedene Rollen und Nationalitäten zu schlüpfen, um in mehreren Lesungen eine gemeinsame Richtlinie bezüglich der Flüchtlingspolitik zu erarbeiten und zu verabschieden. Gar nicht so leicht, Griechenland und Schweden, Deutschland und Ungarn unter einen Hut zu bringen. Gar nicht so leicht, Ministerrat und Europäisches Parlament auf Linie zu bringen. Gar nicht so leicht, seine Wertvorstellungen nicht zu verraten, zugleich aber auch die Sicherheit der heimischen Bevölkerung zu gewährleisten.


Zweiter Höhepunkt des Europa-Seminars war im Anschluss an das Rollenspiel ein eintägiger Besuch in Brüssel mit Besuch des Museums „Parlamentarium“ sowie des Europäischen Parlamentes, das hier seinen Arbeitssitz hat. Was passiert mit dem Europäischen Parlament nach dem Brexit? Zu welcher Fraktion wird Macrons „En Marche“ gehören? Woher wissen die einzelnen Abgeordneten, ob sie für oder gegen eine bestimmte Richtlinie stimmen? Wie funktioniert die Verständigung bei 24 Amtssprachen? Was muss man studieren, um bei der Europäischen Union arbeiten zu dürfen? All diese und noch viele weitere Fragen der Schülerinnen und Schüler konnte eine Mitarbeiterin des Europäischen Parlaments fleißig und kompetent beantworten.

Schon im fünften Jahr in Folge fand das Blockseminar des Sozialwissenschaftskurses dank Unterstützung der Karl-Arnold-Stiftung statt und wurde von Mitarbeitern des Civic-Instituts Düsseldorf professionell durchgeführt. Spannende Tage für die Schülerinnen und Schüler, die am Ende der drei Tage erklärten, wie faszinierend und wichtig es sei, dass so viele Menschen aus so vielen Nationen jeden Tag an einem gemeinsamen Europa arbeiten würden.

Sinje Faßbender

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