Lucia und Hanno aus der 6a gewinnen beim Filmkritikerwettbewerb von Film und Schule NRW

Lucia und Hanno aus der 6a gewinnen beim Filmkritikerwettbewerb von Film und Schule NRW

Im Rahmen der SchulKinoWochen 2017 hat „Film und Schule NRW“, eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des LWL-Medienzentrums für Westfalen, einen Filmkritikerwettbewerb ausgeschrieben.

Zu dem Film „Melodie des Meeres“ verfassten Lucia und Hanno aus der 6a im Rahmen des Deutschunterrichts jeweils eine Filmkritik und gewannen überraschend sogar beide, sodass sie nun zu einem Kritikergipfel eingeladen werden, der von Spinxx, einem Onlinemagazin für junge Medienkritik, ausgerichtet wird.

Die gelungenen Filmkritiken lesen Sie hier:

Filmkritik zum Animationsfilm „Melodie des Meeres“ von 2014 (von Lucia)

Der Film „Melodie des Meeres“ handelt vom kleinen Ben, der mit seinen Eltern in einem Leuchtturm an der irischen Küste lebt. Er liebt die alten keltischen Legenden über Fabelwesen und Selkies, die ihm seine Mutter immer erzählt und vorsingt. Eines Abends schenkt ihm seine schwangere Mutter eine geheimnisvolle Muschel, auf der er der Melodie des Meeres lauschen kann. Doch kurz danach verschwindet Bens Mutter spurlos und nichts ist mehr, wie es war: sein Vater fällt in Trauer, zurück bleibt ihm nur seine neue, kleine und stumme Schwester namens Saoirse.

An ihrem sechsten Geburtstag kommt die Großmutter der beiden Kinder zu Besuch. Sie möchte ihren Sohn, den Vater, immer noch davon überzeugen, in der Stadt zu leben. Nachdem sie Saoirse in derselben Nacht von den Wellen angespült unten am Strand findet, müssen Ben und sie tatsächlich in die Stadt ziehen. Ben ist darüber sehr traurig, weil er seinen einzigen Freund, seinen Hund Cú, zurücklassen muss. So laufen sie davon und treffen auf Fabelwesen, die auf die Hilfe von Saoirse, einer wie es sich herausstellt Selkie, angewiesen sind. Und so stürzen sich die beiden Kinder in ein großes Abenteuer.

Der Regisseur Tomm Moore entwickelt in diesem Film seinen sehr eigenen Stil, für den er 2015 sogar den Europäischen Filmpreis erhielt. Er bringt Bilder ein, die sehr stark an animierte Kinderbuchillustrationen erinnern und dadurch noch viel zauberhafter wirken. Viele Szenen bestehen großteils dabei aus Blautönen, auf denen die abgebildeten Personen zu leuchten scheinen. Auch das Lied der Selkies verstärkt diese wunderbare Wirkung.

Insgesamt wirkt der Film auf mich sehr magisch und mysteriös. Außerdem finde ich, dass die Geschichte zu traurig ausgeht, denn die Mutter kann nicht wieder in die Welt der Menschen zurückkehren. Die Art wie der Film gezeichnet und gemalt wurde, ist aber sehr besonders und rührend. Dieser Film eignet sich für Kinder, die Freude an märchenhaften und fantasiereichen Filmen haben.

 

Filmkritik zum Animationsfilm „Melodie des Meeres“ von 2014 (von Hanno)

Der Film „Melodie des Meeres“ ist ein Zeichentrickfilm. Dieser handelt von einem Mädchen mit Namen Saoirse (ca. 6 Jahre alt), das alle Fabelwesen retten und sie in die reale Welt bringen soll.

Zusammen mit ihrem etwa zehnjährigen Bruder Ben wohnt sie bei ihrem Vater in einem Leuchtturm auf einer kleinen Insel. Am Geburtstag von Saoirse kommt die griesgrämige Oma zu Besuch. Sie hat immer etwas auszusetzen, unter anderem, dass Saoirse bisher noch nie ein Wort gesprochen hat. Sie will, dass die Kinder in die Stadt ziehen. Nachdem Ben an diesem Tag Saoirse eine Gruselgeschichte über die Hexe Macha erzählt, spielt Saoirse auf einer magischen Muschel, die Ben von ihrer  verschwundenen Mutter bekommen hat. Immer wenn sie eine bestimmt Musik spielt, erscheinen Flocken, die zu einem Fell führen. Durch dieses Fell kann sich Saoirse in eine Robbe verwandeln, sobald sie im Meer ist. Es stellt sich heraus, dass Saoirse eine Selkie ist, also ein Fabelwesen. An Halloween hat sie die Möglichkeit die magische Fabelwelt zu retten, doch dafür braucht sie das Fell, das ihr Vater ins Meer geworfen hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, da Saoires Kräfte schwinden und sie zudem von Macha entführt wird. Bens Aufgabe ist es, seine Schwester zu befreien. Gemeinsam kämpfen sie gegen Zauber und Versteinerung. Aber am Ende wird Alles gut.  Sie finden das Fell, dank dessen Saoirse sprechen und singen kann. Damit rettet sie alle Fabelwesen und letztendlich ist auch die Familie wieder vereint.

Der Film hat ein schönes Grundthema. Es geht um Familie, Liebe, Trauer und Hoffnung.  Im Film war man mal traurig und dann auch wieder fröhlich. Auch nach dem Film kann man sich noch gut über ihn unterhalten. Ich persönlich, hatte den Eindruck, dass der Film wirklich ganz frei erfunden, und nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Er ist meines Erachtens gut für kleinere Kinder geeignet, da die Geschichte in eine Märchenwelt entführt und die Fantasie anspricht. Ich kann mir vorstellen, dass ihn auch Erwachsene mögen, da die zunächst zerstrittenen Geschwister am Ende zusammenhalten und zusammenfinden. Ich glaube, dass der Film für Kinder bis 9 Jahren gut geeignet ist.

 Allerdings spricht er  Kinder in meinem Alter (12) nicht ganz so an. Er ist an vielen Stellen nicht wirklich logisch und zu märchenhaft. Die Geschichte selbst ist recht kompliziert und man muss sich erst mal durch die ungewöhnlichen Namen und Fabelorte kämpfen.  Ich persönlich mag lieber realistischere Filme mit „echten“ Darstellern und nachvollziehbaren Handlungen.

Die Animation hat mich persönlich nicht so angesprochen….aber das ist sicherlich Geschmackssache. Für mich war die Darstellung der Zeichnungen zu einfach. Klar, es war mal eine gute Alternative zu den herkömmlichen Walt-Disney-Trickfilmen, aber mir persönlich gefiel der zeichnerische Stil nicht. Es wurde mehr auf die „grobe“ Darstellung, als auf Details mit viel Effekt Wert gelegt.

Ich finde, dass die Musik allerdings sehr gut zum Film ausgesucht wurde. Sie passt zum Thema „irische Fabelwelt“.

                                                                                                                            

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